Dauerausstellung

Jüdische Religion und Tradition

Die Dauerausstellung im Saal des Obergeschosses gliedert sich in drei Bereiche. Der erste Bereich umfasst Tora, Synagoge und Gemeinde. Zentrum jüdischen Lebens ist die Tora. Sie enthält die auf einer Rolle niedergeschriebenen fünf Bücher Moses. Ihr Aufbewahrungsort ist die Synagoge als Haus des Gebets und der Zusammenkunft der Gemeinde. Der zweite Bereich Haus – Familie – Individuum zeigt jüdisches Leben in seinem Bezug zur Tora, aber auch seinen Wandel unter dem Einfluss sich ändernder gesellschaftlicher Bedingungen. Der dritte Bereich über Shoa und Neuanfang weist auf die Bedrohung jüdischen Lebens während der NS-Zeit hin, die in Entrechtung und Zerstörung endete. Trotz der Erfahrungen des Völkermords wagten einige Überlebende nach 1945 einen Neuanfang in Deutschland.

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Foto: Peter Neubauer

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Jüdische Lebenswege in Westfalen

Die jüdische Geschichte Westfalens ist im Wesentlichen eine Geschichte der „kleinen Leute“. Wir erschließen diese Geschichte beispielhaft anhand von 14 individuellen Lebenswegen und machen so die Lage der Juden in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft in verschiedenen Epochen deutlich. Dabei lassen wir vor allem sie selber sprechen: in ihren Zeugnissen und (wenigen) Hinterlassenschaften, Berichten und Schilderungen. Vom Mittelalter bis zum Wiederaufbau jüdischen Lebens nach 1945 reichen diese biografischen Skizzen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte von Viehhändlern, Kaufleuten, ostjüdischen Arbeitern, Schriftstellerinnen, Pädagogen, Rabbinern, Künstlern und einflussreichen Männern und Frauen. An vielen Stellen kommen die Porträtierten auch akustisch zu Wort.