Sonderausstellung

Aktuell zeigen wir die Ausstellungen  „Menschen – Steine – Migrationen“ mit einem Überblick über jüdische Geschichte und Gegenwart an Rhein und Ruhr sowie die Ausstellung „Gewalt und Terror im NS-Staat. Eine künstlerische Auseinandersetzung“.
Am 26. August eröffnet die Wanderausstellung „Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis.“

„Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis.“

Den Großteil ihres Lebens stand Marlene Dietrich in der Öffentlichkeit. Schauspielerin, Sängerin, Weltstar, Diva – es verbinden sich viele Bilder und Begriffe mit ihr. Und selbst nach seinem Rückzug in die Pariser Wohnung in der Avenue de Montaigne Ende der 1970er-Jahre wirkte der deutsche Weltstar in das öffentliche Leben. Dementsprechend viel ist über Marlene Dietrich geschrieben, gefilmt und berichtet worden. Einen weniger beachteten Bereich ihres Lebens thematisiert die Ausstellung „Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung und die Nazis.“: ihr Verhältnis zu Deutschland und den Deutschen, zu Unrecht, Krieg und Frieden. Anhand zahlreicher Dokumente, Fotografien und weitgehend unbekannter Filmsequenzen rekonstruiert die von der Gedenkhalle Oberhausen entwickelte Wanderausstellung, für welche Haltung diese Frau ihr gesamtes Leben stand.
Mit Unterstützung der Marlene Dietrich Collection Berlin, die den Nachlass der gebürtigen Berlinerin verwaltet, konnte so ein vielseitiges Bild gezeichnet werden.

Die Wanderausstellung und auch der Film, den das JMW am 6. September zeigt, sind Eigenproduktionen der Gedenkhalle Oberhausen.

Das JMW zeigt die Ausstellung bis zum 16. Dezember 2018.

© Jeep „Marlene!“ Deutschland, bei Herbitzheim bzw. Wittering, März 1945
Marlene Dietrich Collection Berlin

Gewalt und Terror im NS-Staat. Eine künstlerische Auseinandersetzung

Seit dem 7. August 2018 zeigt das Jüdische Museum Westfalen die Ausstellung Uwe Kunth (1935 – 2018) – Gewalt und Terror im NS-Staat. Eine künstlerische Auseinandersetzung.
Die Motive sind teils abstrakt, teils gegenständlich. Auf den ersten Blick scheinbar unbeschwerte Motive, doch die Namen der Bilder wecken Zweifel: Das Verhör, Im Sog des Systems, Der letzte Auftritt im Theater von Theresienstadt. Sie verweisen auf die NS-Zeit.

Wer ist der Maler? Uwe Kunth, 1945 in Essen geboren, begann mit 17 Jahren an der Kölner Werkschule seine Ausbildung zum Maler und Grafiker. Nach dem Ende seiner Studienzeit arbeitete Uwe Kunth als Maler und Grafiker in Kaufhäusern, wo in den 1950er und 1960er Jahren die großen Werbetafeln von Hand gemalt wurden.
Seit seiner Jugend hat sich Uwe Kunth für Geschichte interessiert und mit politischen Fragen auseinandergesetzt. Anfang der 1990er Jahre befasste er sich wieder mit der freien Malerei. Sie entwickelte sich zu einem Ausdrucksmittel für seine Beschäftigung mit der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. Es entstand ein Zyklus von knapp zwanzig Bildern in unterschiedlichen Formaten. Eine schon länger geplante Ausstellung konnte nach dem plötzlichen Tod von Uwe Kunth im Januar 2018 nicht realisiert werden, jedoch werden die bisher entstandenen Bilder nun im August und September in einer Werkschau gezeigt.

Das JMW zeigt die Ausstellung bis Anfang Oktober.

„Menschen – Steine – Migrationen“

„Menschen – Steine – Migrationen“ lautet der Titel einer unserer Wanderausstellungen, die wir momentan erneut im Neubau des Museums zeigen.
Diese Ausstellung mit regionalen Bezügen aus ganz Nordrhein-Westfalen nimmt aktuell vorhandene Zeichen und Spuren jüdischen Lebens auf und zeigt Verknüpfungen zwischen gegenwärtigen Themen jüdischen Lebens, der jüdischen Regionalgeschichte und Fragen der Geschichtskultur auf.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das JMW zeigt die Ausstellung bis Anfang Oktober.

Archiv:
25 Jahre Sonderausstellungen
im Jüdischen Museum Westfalen

1991 Der Davidstern. Zeichen der Schmach – Symbol der Hoffnung
1993 Clara de Jong: In der Nacht verloren. Die Deportation der Amsterdamer Juden 1940 bis 1945
1993 Lithographien von Salvador Dalí: Aliya
1993 Zeit und Erinnerung – Zeichnungen und Objekte des russisch-jüdischen Künstlers Igor Ganikowsky aus Moskau
1994 Agnes Lukacz, Zeichnungen aus dem Frauenlager Auschwitz
1994 Der 20. Juli 1944. Die Schulenburgs – Eine Familie im tragischen Konflikt zwischen Gehorsam und Hochverrat
1994 Faszination Jerusalem – Stadt der Sehnsucht und der Hoffnung
1994 Marc Chagall: „Und ich werde ziehen durch das Land…“.Lithographien
1995 „Die Gegenwart von Auschwitz“. Fotoausstellung
1995 Jüdische Lebenswege – Privatfotos dokumentieren Stationen aus dem Leben jüdischer Zwangsarbeiterinnen
1995 Zwei Freunde – Die jüdischen Maler Julo Levin und Franz Monjau
1996 Alfons Kunen: Dialog – Skulpturen und Bilder
1996 Verjagt, ermordet – Zeichnungen jüdischer Schüler 1936-1941
1997 Uri Shaked:„Simches“ – Bilder zu den jüdischen Festtagen
1997 Meer Akselrod, ein jüdischer Maler aus Russland
1998 Rose Ausländer – „Mutterland Wort“ 1901-1988
1998 Zeitenbruch – Jüdische Existenz in Rheinland-Westfalen 1933-1945
1999 Maren Heyne, Stille Gärten- beredte Steine. Fotografien jüdischer Friedhöfe
1999 Die Synagoge – Schnittpunkt jüdischen Lebens
2000 Harry Weber: Jerusalem, Stadt der Juden, Christen und Muslime
2000 Lichter in der Finsternis – Raoul Wallenberg und die Rettung der Budapester Juden
2001 Julo Levin zum 100. Geburtstag
2002 Johann-Gutenberg-Hauptschule Dülmen: „Mit euren Schatten…“
2002 Gisela Paul: Illustrationen zu Gedichten jüdischer Autorinnen
2002 Erich Maria Remarque – Der Weg zurück
2002 Zeichen des Alltags – Jüdisches Leben in Deutschland heute
2003 Tomasz Samek: mitten in europa – konzentrationslager majdanek
2003 Ketubbot – Arbeiten des israelischen Künstlers Armand Edery
2003 Installation „Die verbrannten Autoren“
2003 George Pusenkoff: Erased or not erased
2004 Dirk Vogel: Bilder der Gegenwart – Porträts von Juden in Deutschland
2004 Seligmanns Bücher – Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover
2004 Sich fügen heißt lügen – Der Schriftsteller und Anarchist Erich Mühsam
2004 Dem Judenmord entkommen. Jüdische Überlebende in Lettland und Litauen. Berichte aus Ghettos und Konzentrationslagern
2005 Schatten überm Kinderland – eine Bilderzählung aus der Kunstwerkstatt der Städtischen Realschule Kalkar
2005 DESSA: Eine Hommage an das Kaufhaus N. Israel, Berlin 1815-1939
2005 Christian Gerson und Johannes Buxtorf
2005 Bozenna Biskupska: Auf dem Weg
2006 Die Mädchen von Zimmer 28 – Freundschaft, Hoffnung und Überleben in Theresienstadt
2006 Axel Baumgärtel: Von Berlin über Wien nach Israel und Jordanien
2006 Der Davidstern. Zeichen der Schmach – Symbol der Hoffnung
2007 Maria-Antonia Bußhoff: Ein Stern hat wohl noch Licht – Vom Antlitz des Anderen
2007 Anne Frank – eine Geschichte für heute
2007 David Bennett: Szenen aus der Bibel
2008 Petr Ginz. Prager Tagebuch 1941-1942
2008 So einfach war das. Jüdische Kindheit und Jugend seit 1945 in Österreich, der Schweiz und Deutschland
2008 Aviva Shemer: Tikun – Zurück zum Ursprung
2008 Jacob Pins. Holzschneider und Maler
2009 Sonderzüge in den Tod – Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn
2009 Laula Plaßmann: Familienbilder
2009 Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?
2009 Die Sixties – Porträt einer Ära. Fotografien von Linda McCartney
2010 Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer
2010 Rosemarie Koczy: „Ich webe Euch ein Leinentuch“
2010 Alexander Dettmar: Painting to remember – Zerstörte deutsche Synagogen
2010 Menschen Steine Migrationen- Gegenwart und Vergangenheit jüdischen Lebens im Rheinland und in Westfalen
2011 Holger Luczak: Fotos
2011 John Elsas: Der Gespenster Berg – Collagen und Aquarelle
2011 Grigory Berstein: Mammeloschen
2011 André Citroën
2011 Vergessene Rekorde – Jüdische AthletInnen vor und nach 1933
2012 Nevin Toy-Unkel und Dirk Vogel: Gesichter der Einwanderung im Revier
2012 Verwischte Spuren – Erinnerung und Gedenken an nationalsozialistisches Unrecht in Westfalen
2012 Ein Kreativprojekt des Paul-Spiegel-Berufskollegs: Welche Farben hat die Toleranz?
2012 „Das Wunder im Dünensand“ Tel Aviv – Magie einer Metropole
2012 1, 2, 3 … Billy Wilder. Fotografien
2013 Samuel Jessurun de Mesquita
2013 Die Judenschule ‒ Fotografien von Thomas Sandberg
2013 Alexander Dettmar_ „Dem Brückenbauer Berthold Beitz“
2014 Oscar Troplowitz – Inhaber der Fa. Beiersdorf und Kunstmäzen
2015 Heimatkunde – Westfälische Juden und ihre Nachbarn
2015 Geächtete. Sinti und Juden im Werk von Otto Pankok
2016 HEIMATSUCHER. Schoah-Überlebende heute
2016 Yuri Kharchenko: Wege des Unsichtbaren
2016 Herlinde Koelbl: Jüdische Portäts
2017 Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben – Der Holocaust im galizischen Erdölrevier
2017 25 Jahre Jüdisches Museum Westfalen
2017 Martin Luther und das Judentum. Rückblick und Aufbruch
2017 Fritz Bauer. Der Staatsanwalt – NS-Verbrechen vor Gericht