Wanderausstellungen

In den letzten Jahren haben wir Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen konzipiert und entworfen, die ausgeliehen werden können. Mehr Informationen geben wir Ihnen gern telefonisch unter: 02362/45279.

Angekommen?! Lebenswege jüdischer Einwanderer

Gewachsene jüdische Gemeinden, neue Synagogenbauten an manchen Orten, hier und da Konflikte zwischen alten und neuen Mitgliedern – ab und zu hört man von den Folgen der jüdischen Einwanderung. Aber es lohnt sich, genauer hinzusehen: Welche Menschen stehen hinter dieser Veränderung? Am Beispiel des Ruhrgebiets erkunden wir beispielhafte Erfahrungen: Woher kamen die jüdischen Einwanderer der letzten 20 Jahre? Warum reisten sie ausgerechnet nach Deutschland? Welche Erfahrungen haben sie in der früheren Heimat und seit ihrer Ankunft hier gemacht? Welche Rolle spielen die Gemeinden für die Zuwanderer, welche Formen des Jüdischseins werden gelebt, welche Perspektiven haben sie und ihre Kinder? 24 Männer und Frauen kommen hier zu Wort. Ihre Lebensgeschichten stehen im Zentrum dieser Ausstellung, weil sie die persönlichen und sehr unterschiedlichen Beweggründe und Erfahrungen des „Ankommens“ erkennbar machen. Diese Ausstellung ist nicht nur für Museen, sondern auch für kleinere Flächen geeignet.

Eine weiterführende Information zu Inhalten und Technik der Ausstellung ist hier abrufbar.

Menschen – Steine – Migrationen

Diese Ausstellung mit regionalen Bezügen aus ganz Nordrhein-Westfalen nimmt aktuell vorhandene Zeichen und Spuren jüdischen Lebens auf und zeigt Verknüpfungen zwischen gegenwärtigen Themen jüdischen Lebens, der jüdischen Regionalgeschichte und Fragen der Geschichtskultur auf. Der Blick der Ausstellung ist retrospektiv. Ausgehend von der gebliebenen Spuren jüdischen Lebens in vielen Orten – Gedenksteine und Friedhöfe – stellt sich die Frage nach dem Schicksal der jüdischen Menschen und dem Umgang mit der Geschichte. Der Schwerpunkt der Betrachtungen liegt dabei auf den letzten 110 Jahren. Wie hat sich das jüdische Leben in diesem Zeitraum verändert? Welchen Einfluss hatten die Zuwanderungsbewegungen in den 1920er, 1950er und 1990er Jahren? Vorgestellt werden auch Kultur- und Sportvereine, zionistische Gruppen etc. Wie zeigt sich jüdisches Leben in der Öffentlichkeit und in den Medien? In einem Exkurs erhält der Besucher einen Überblick über die 1000jährige Geschichte. Die Ausstellung richtet sich vor allem an Schulen; diese können die Präsentation um eigene lokale Recherchen anreichern.

Mehr zu dieser Ausstellung und ihrer Technik.

Die Synagoge – Schnittpunkt jüdischen Lebens

Diese Ausstellung erläutert Aufgabe und Bedeutung der Synagoge von ihren geschichtlichen Anfängen im Israel der Antike bis in die Gegenwart. Vorgestellt werden der räumliche Aufbau, wichtige Einrichtungsgegenstände sowie die Ämter in der Synagoge. Anhand einzelner Beispiele wird die Architektur dargestellt. Neben mittelalterlichen Synagogen aus Worms und Speyer werden Prachtbauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert, aber auch schlichte Gebäude und Landsynagogen in die Darstellung einbezogen – soweit möglich, mit Beispielen aus Westfalen. Die von dem Historiker Thomas Ridder konzipierte Ausstellung umfasst 30 großformatige Bild- und Texttafeln (80 x 120 cm). Neben didaktisch aufbereiteten Texten zeigen die Tafeln ca. 100 zum Teil farbige Abbildungen. Für die Ausstellung wird eine Leihgebühr von 260 Euro erhoben. Zudem muss sie versichert werden. Der Transport kann in einem PKW-Kombi erfolgen. Zur Ausstellung ist in der Reihe Museumsforum ein 16-seitiges Begleitheft erschienen: „Die Synagoge – Schnittpunkt jüdischen Lebens“.

synagoge-unna-WEB
synagoge-bochum-WEB