Unsere Veranstaltungen im Überblick (2009)

Vorträge | Lesungen & Kultur | Ausstellungen | Kinder & Familien | Studienreise

Vorträge & Gespräche

Donnerstag 7. September 2010 19:30 Uhr
Der jüdische Jules Verne
Referent: Dr. L. Joseph Heid (Duisburg)
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Donnerstag 7.Oktober 2010 19:30 Uhr
Die Wiedergutmachung aus Sicht der jüdischen Verfolgten
Ein Beitrag zum Klima der frühen Bundesrepublik
Referentin: Dr. Marlene Klatt (Ibbenbüren)
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Donnerstag 28. Oktober 2010 19:30 Uhr
101 Jahre Tel Aviv
Referent: Igal Avidan (Berlin)
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Dienstag 16. November 2010 19:30 Uhr
Ein Dingsbums aus dem Zweiten Weltkrieg
Leitung: Dr. Norbert Reichling (Dorsten)
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Dienstag 23. November 2010 19:30 Uhr
Werkstattgespräch „Der gewalttätige, alttestamentliche Gott“
Leitung: Walter Schiffer (Borken)
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

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Lesungen, Kultur & mehr

Freitag 24. September 2010 18:00 Uhr
Opa war ein Nazi.
Ein langer Abend über Familiengeschichte und Nationalsozialismus

Lesung mit Dr. Alexandra Senft (Hamburg) und Präsentation des Films „2 oder 3 Dinge die ich von ihm weiß“ von Malte Ludin
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Dienstag 28. September 2010 19:30 Uhr
Heinrich Eduard Jacob – „6000 Jahre Brot“
Eine Lesung von Walter Schiffer M.A., M.Th. (Borken)
Veranstaltungsort: Mühle Gladen, Dorsten-Lembeck

Dienstag 9. November 2010 18:00 Uhr
„Da muss der Jude den Schaden bezahlen.“ – Der 9. November als Versicherungsfall
Szenische Lesung aus einem Protokoll vom 10. November 1938
Mitwirkende: Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Petrinum und Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Religion
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Sonntag, 26. September bis Dienstag, 14. Dezember 2010
10. Abrahamsfest Marl
„Bildung – menschlich/Kulturen – vielfältig/Religionen – weltgewandt“
an wechselnden Orten in Marl

Freitag bis Sonntag 26. bis 28. November 2010
Dritter „Weihnukka-Markt“ im Jüdischen Museum Westfalen
mit guten Dingen und Geschenken zum Chanukka- und Weihnachtsfest

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

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Ausstellungen

Sonntag 3. Oktober 2010 11:00 Uhr
Menschen – Steine – Migrationen
Gegenwart und Vergangenheit jüdischen Lebens im Rheinland und in Westfalen
Ein Ausstellungsprojekt des Jüdischen Museums Westfalen
Ausstellungseröffnung
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

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Kinder, Jugendliche und Familien

Ab Freitag 10. September 2010
Treffpunkt Museum
für Jugendliche von 10 bis 16 Jahre
Leitung: Gabi und Werner Springer
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Freitag & Samstag 29. + 30. Oktober 2010
Schlaglos – Schlagfertig – Cool bleiben.
Ich kann etwas tun! „Mich schützen und wehren, für andere eintreten?!“
Workshop zum Thema „Gewalt und Rassismus“
mit Keith Matschulla und Deeskalations-Trainern vom Ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof, Dorsten.
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Freitag 10.September 2010 17:00 Uhr
Als Kind drei Jahre im Versteck vor den Nazis
Ruth Humberg im Gespräch mit Jugendlichen
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

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Studienreise

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Die Veranstaltungen im Detail

Vorträge:

Dienstag 7. September 2010 19:30 Uhr
Der jüdische Jules Verne
Referent: Dr. L. Joseph Heid (Duisburg)

Vor 150 Jahren wurde Theodor Herzls geboren, der Gründungsvater Israels. Er war der Begründer des politischen Zionismus und damit der Gründungsvater des Judenstaats Israel. Theodor Herzl war Jurist, Schriftsteller, Feuilletonist, Diplomat. Theodor Herzl, ein politisches Leben in drei Akten: War der erste Akt ein Buch, Der Judenstaat, der zweite eine großartige und wirkungsstarke, ja geradezu theatralische Veranstaltung, nämlich der Baseler Kongress, so war der dritte und letzte Akt wieder ein Buch: Altneuland, 1902 erschienen, ein utopischer Roman über einen jüdischen Staat. Wirklichkeit wurde der 46 Jahre später.
Heute ist in Israel Theodor Herzl allgegenwärtig. Doch wer war der Mann hinter dem Erfolgsmenschen Herzl? Wie war der private Herzl, der Ehemann, der Liebhaber? Vor 150 Jahren (1860) wurde er in die aufregende Zeit des Wiener Fin de siécle geboren. Wie von ihm prophezeit, wurde der Staat Israel 44 Jahre nach seinem Tod Realität. Doch würde sein Wiener Prophet sich in dem Staat, den er sich einst erträumt hatte, heute auch wohlfühlen?

Der Referent, Priv.-Doz. Dr. L. Joseph Heid, ist Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist. Zahlreiche Publikationen zur deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte und zum Ostjudentum, u.a. Maloche - nicht Mildtätigkeit. Ostjüdische Arbeiter in Deutschland 1914-1923 (1995); Der ewige Judenhass (2000); Oskar Cohn. Ein Sozialist und Zionist (2002); Eduard Bernstein-Edition (2004); Briefwechsel Arnold Zweig/Ruth Klinger (2005). Er ist freier Mitarbeiter u.a. von Süddeutsche Zeitung, DIE ZEIT, Jüdische Allgemeine Wochenzeitung und Jüdische Zeitung.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 €, Vereinsmitglieder 4 €

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Donnerstag 7.Oktober 2010 19:30 Uhr
Die Wiedergutmachung aus Sicht der jüdischen Verfolgten
Ein Beitrag zum Klima der frühen Bundesrepublik
Referentin: Dr. Marlene Klatt (Ibbenbüren)
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

Entschädigungen und „Wiedergutmachung“ für die Opfer des NS-Regimes kamen nach 1945 nur sehr langsam in Gang. Wie weit gelang es dieser Politik, die Folgen der Beraubung und Entrechtung auszugleichen? Waren dies ernsthafte Versuche der Mehrheitsgesellschaft oder handelte es sich eher um symbolische Politik unter außenpolitischem Druck? Und wie reagierten Opfer und Täter darauf?

Marlene Klatt hat solche Fragen (und die Vorgeschichte der Verfolgung) in regionalem Maßstab untersucht. Am Beispiel mehrerer westfälischer Kommunen versucht sie die Frage zu beantworten, was mit dem Vermögen der jüdischen Verfolgten geschah, wie man den Opfern begegnete und inwieweit das Schicksal der wenigen Zurückgekehrten überhaupt wahrgenommen wurde.

Dr. Marlene Klatt war als Restauratorin tätig und studierte danach Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Münster. Sie war Stipendiatin des Instituts für westfälische Regionalgeschichte und mehrere Jahre hauptamtlich in der Politik aktiv. Ihre Dissertation unter dem Titel „Unbequeme Vergangenheit. Antisemitismus, Judenverfolgung und Wiedergutmachung in Westfalen 1925-1965“ wurde 2009 veröffentlicht.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 €, Vereinsmitglieder 4 €

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Donnerstag 28. Oktober 2010 19:30 Uhr
101 Jahre Tel Aviv
Referent: Igal Avidan (Berlin)

Die Stadt Tel Aviv gilt als das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des modernen Israel. „Jerusalem betet und Tel Aviv feiert“ besagt ein israelisches Stichwort. Aber nur wenige Deutsche wissen, dass diese 400.000-Einwohner-Stadt nur wenig älter als 100 Jahre alt ist – als ihr Gründungsdatum gilt der 11. April 1909. An diesem Tag verloste der visionäre Industrielle 60 Grundstücke an 60 Gründungsfamilien: Mit dem Auszug aus der überfüllten arabischen Küstenstadt Jaffa sollte die Basis eines zionistischen Zentrums in Palästina entstehen – in guter Nachbarschaft mit den einheimischen Arabern.

Nachdem die ersten Häuser standen, einigte man sich auf den Namen „Tel Aviv“, hebräisch für „Frühlingshügel“. Das ist gleichzeitig der hebräische Titel des deutschen Romans „Altneuland“ von Theodor Herzl, dessen Visionen mit der Errichtung des Staates Israel 1948 Wirklichkeit wurde. Welche Rolle spielt Tel Aviv im heutigen Israel? Wie hat sich die Nachbarschaft zu Jaffa entwickelt? Wie wurde die Stadt als „Bauhausstadt“ wieder geboren? Und was ist der heiligste Ort in dieser profanen Stadt?

Der Referent des Abend, Igal Avidan, geboren 1962 in Tel Aviv, hat Englische Literatur und Informatik sowie Politikwissenschaft in Berlin studiert. Seit 1990 arbeitet er als freier Publizist und Deutschland-Korrespondent in Berlin für verschiedene israelische, deutsche u.a. Zeitungen, Hörfunksender und Nachrichtenagenturen. Er schreibt über jüdische Gegenwart und Geschichte in Israel und Deutschland, u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die NZZ, Cicero und die Frankfurter Rundschau. Letzte Buchveröffentlichung: „Israel. Ein Staat sucht sich selbst“ (2008)

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 €, Vereinsmitglieder 4 €

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Dienstag 16. November 2010 19:30 Uhr
Ein Dingsbums aus dem Zweiten Weltkrieg
Leitung: Dr. Norbert Reichling (Dorsten)

In fast jeder deutschen Familie gibt es Überbleibsel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus: solche, denen man es auf den ersten Blick ansieht, und solche, die zunächst ganz „unschuldig“ aussehen und ein genaueres Hinschauen erfordern, um den geschichtlichen Zusammenhang zu erkennen. Das können Kleiderbügel, Bücher, Kistchen, Fotos, Spielzeug und vieles anderes sein. Und es gibt in den Familien oftmals „Geschichten“ dazu – und über die möchten wir ins Gespräch kommen: Was haben die Eltern und Großeltern anhand dieser Objekte berichtet, was nicht? Welche Gespräche wurden zwischen Jung und Alt darüber geführt? Was kann man daraus über die Zeit zwischen 1933 und 1945 lernen, was über die Zeit danach? Vielleicht sind Kontext und Bedeutung solcher Gegenstände aber auch gar nicht mehr bekannt und wir können ihnen in der Diskussion auf die Spur kommen?

Der gewachsene Abstand und die gemeinsame Diskussion erlauben heute vielleicht, diese Relikte und die Geschichte der Familien in der NS-Zeit noch einmal neu zu bewerten? Wir würden uns freuen, wenn Sie solche „Geschichten“ mit uns teilen, solche Gegenstände mitbringen würden und beides in eine lebendige Erzählrunde einbringen.

Die Gesprächsleitung liegt bei Dr. Norbert Reichling, Leiter des Jüdischen Museums Westfalen.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 €, Vereinsmitglieder 4 € - freier Eintritt für Besucher/innen mit „Mitbringseln“

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Dienstag 23. November 2010 19:30 Uhr
Werkstattgespräch – Im Schatten alter Hüte neue Gedanken denken:
„Der gewalttätige, alttestamentliche Gott“
Referent: Walter Schiffer M.A., M.Th. (Borken)

Werkstattgespräche: Die Werkstatt ist ein Ort des schöpferischen Tuns, die Stelle, an der Gebrauchtes überholt wird und Neues entsteht. Manches ist dort noch unfertig. In den Werkstattgesprächen geht es um die personale, lebendige Auseinandersetzung mit Themen, an der alle Interessierten teilnehmen können. Menschen begegnen sich im Dialog.

Es gehört immer wieder einmal zur Argumentation der christlichen Theologie, dass der alttestamentliche Gott brutal und aggressiv sei, dass sich in den biblischen Schriften die Gewalttätigkeit Israels zeige und dass diese Haltung durch die (Feindes-) Liebe Jesu abgelöst sei.

Aus dem Blickwinkel des kulturellen Gedächtnisses hat vor ca. zehn Jahren Jan Assmann, Ägyptologe und Kulturwissenschaftler aus Heidelberg, seine Sicht der Ursachen alttestamentlicher Gewalt dargelegt und ausführlich begründet, nämlich dass die Gewalt durch die Einführung des Monotheismus Eingang in die Schriften Israels gefunden habe. Seine Ausführungen versteht er nicht als antijudaistische Kritik, sondern als Beschreibung und Verstehensversuch eines historischen Prozesses.
Seiner These, die unter dem Stichwort ‚Mosaische Unterscheidung’ bekannt ist, wurde von einigen christlichen Alttestamentlern und Vertretern des religiösen Judentums heftig widersprochen. Die These wird in Grundzügen vorgestellt und das Für und Wider zur Diskussion gestellt.

Der Gesprächsleiter Walter Schiffer M.A., M.Th. (Borken) ist Pädagoge, Theologe und logotherapeutischer Berater.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: 5 €, Vereinsmitglieder 4 €

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Lesungen & Kultur und mehr

Freitag 24. September 2010 18:00 Uhr
Opa war ein Nazi.
Ein langer Abend über Familiengeschichte und Nationalsozialismus
Lesung mit Dr. Alexandra Senft (Hamburg) und Präsentation des Films „2 oder 3 Dinge die ich von ihm weiß“ von Malte Ludin

Der historische Abstand vom Jahr 1945 und das allmähliche Verschwinden der Zeitgenossen des Nationalsozialismus lassen ein Problem unberührt: Wie wird in den Familien mit dieser Erbschaft umgegangen? Wurde über die Verstrickung der Eltern und Großeltern gesprochen, mit welcher Offenheit, mit welchen Ergebnissen?

Wir stellen ein Beispiel zur Diskussion: Die Hamburger Autorin Alexandra Senfft hat 2008 das Buch „Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte“ veröffentlicht und wird Auszüge dieses reflektierenden Berichts über ihre Familie lesen und zur Diskussion stellen. Nach einer kurzen Pause wird der Dokumentarfilm „2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß“ präsentiert – die Dokumentation ihres Onkels, des Regisseurs Malte Ludin über die familiäre Auseinandersetzung mit dem Leben seines Vaters Hanns Ludin, des NS-Gesandten in der den Nationalsozialisten verbündeten Slowakei bis 1945. Beide Versuche können das Nachdenken über die generationenübergreifenden Versuche der „Bewältigung“ von Verantwortung und Schuld anregen – wir laden ein zum Gespräch.

Die Publizistin Alexandra Senfft hat Islamwissenschaft studiert und war Vorstandsmitglied des Deutsch-Israelischen Arbeitskreise für Frieden im Nahen Osten (DIAK). 2008 veröffentlichte sie den Sammelband „Zwischen Antisemitismus und Islamophobie“, 2009 das Buch „Fremder Feind so nah“.

– in Kooperation mit dem Verein Altes Rathaus und der Volkshochschule Dorsten –

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Eintritt: 8 EUR (für alle)
Wir bitten ausnahmsweise um telefonische Voranmeldung bis 20. September.

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Dienstag 28. September 2010 19.30 Uhr
Heinrich Eduard Jacob – „6000 Jahre Brot“
Eine Lesung von Walter Schiffer M.A., M.Th. (Borken)

Heinrich Eduard Jacob? Heute nahezu vergessen, zählt dieser Schriftsteller zu den Vätern der literarischen Gattung des ‚erzählenden Sachbuches‘. Jacobs Romane wurden 1933 deutschlandweit verbrannt und waren ab 1935 im Reich verboten. Im Februar 1939 wurde der ‚Schutzhäftling Jude Henry Jacob‘ aus dem KZ Buchenwald entlassen und emigrierte nach New York.

Vorerst ohne literarischen Erfolg, brachte ihm sein in Amerika verfasstes Buch ‚Six Thousand Years of Bread (1944)‘ zumindest in eine finanziell entspanntere Lage und bescheidenen Erfolg als Sachbuchautor. Dabei gelang ihm mit dieser ‚Weltgeschichte des Brotes‘, die die Zeit von der Frühgeschichte bis zu Jacobs Gegenwart umgreift, nach Werfels Meinung „ein großes Werk“, und Thomas Mann urteilte: „Die Geschichte eines so familiären und trotzdem so heiligen Gegenstandes zu erzählen, war ein wirklicher Fund. Das Buch wird mir ein lieber und wertvoller Gefährte bleiben.“ Aus der deutschen Fassung (1954) werden einige Passagen an angemessenem Ort vorgetragen, nämlich in einer Mühle.

Walter Schiffer M.A., M.Th. ist Pädagoge, Theologe und logotherapeutischer Berater.

Veranstaltungsort: Mühle Gladen, Dorsten-Lembeck, Bahnhofstr. 42
Gebühr: 5 € für alle

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Dienstag 9. November 2010 18:00 Uhr
„Da muss der Jude den Schaden bezahlen“ – Der 9. November als Versicherungsfall
Szenische Lesung aus einem Protokoll vom 12. November 1938
Mitwirkende: Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Petrinum und Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Religion

Nach der Zerstörung und Plünderung Hunderter Synagogen und Tausender jüdischer Geschäfte und Wohnungen am 9. November 1938 berief Reichsluftfahrtminister Hermann Göring für den 12. November eine Sitzung ein. Ziel des Treffens war es, eine Erstattung der entstandenen Schäden an die geschädigten jüdischen Deutschen durch die Versicherungsgesellschaften zu verhindern. Die Opfer als „Verursacher“ der Pogrome mussten als Ergebnis dieser Zusammenkunft eine „Sühneleistung“ an den Staat in Höhe von einer Milliarde Reichsmark bezahlen.

Darüber hinaus entwickelten die anwesenden Experten aus Regierung, Verwaltung und Polizeiapparat (sowie ein Repräsentant der Versicherungen) an diesem Tag ein regelrechtes „brainstorming“ zur weiteren Entrechtung und Beraubung der noch in Deutschland verbliebenen Juden. Das Protokoll dieser Veranstaltung ist in großen Teilen erhalten und wird im Rahmen einer szenischen Lesung auszugsweise vorgestellt. Es erinnert uns an die bürokratisch-sadistischen Phantasien, die mit und nach den Pogromen immer offener zutage traten und schließlich in den Massenmord an den europäischen Juden führten.

Gebühr: 5 €, Vereinsmitglieder 4 €
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen

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Freitag bis Sonntag 26. bis 28. November 2010
Dritter „Weihnukka-Markt“ im Jüdischen Museum Westfalen mit allen guten Dingen und Geschenken zum Chanukka- und Weihnachtsfest

Weihnachten – Chanukka – Weihnukka! An diesen drei Tagen stellen Frauen im Jüdischen Museum ihre künstlerisch gestalteten Produkte aus: Schmuck, Tischdekorationen, Weihnachtsdecken, Konfekt, Gebäck, Marmeladen, Puppenkleidung, Weihnachtskarten und und …
Ein Teil der Erlöse kommt dem Jüdischen Museum Westfalen zugute.
Musikalische Eröffnung am Freitag, den 26. November 2009 (bitte Tagespresse/Website beachten!)

Ansprechpartnerin: Gabi Springer, 02362/62438

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: freier Eintritt

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Sonntag 26. September bis Dienstag 14. Dezember 2010
10. Abrahamsfest Marl
„Bildung – menschlich/Kulturen – vielfältig/Religionen – weltgewandt“

Im Herbst 2010 findet das 10. Abrahamsfest Marl statt. Das diesjährige Thema „Bildung –Kulturen – Religionen“ nimmt darauf Bezug, dass 2010 das Ruhrgebiet zusammen mit Pecs/Ungarn und Istanbul/Türkei Europäische Kulturhauptstadt ist. Die Veranstalter laden Kinder, Jugendliche (auch Schulen) und Erwachsene zu zahlreichen Begegnungs-, Aktions- und Bildungsveranstaltungen ein

Bei der Auftaktveranstaltung am 26. September, 14:30 Uhr bis 18:00 Uhr, geht es zusammen mit Rabbinerin Elisa Klapheck (Frankfurt/M), Rupert Neudeck (Troisdorf-Köln) und Prof. Dr. Ali Dere (Diyanet Ankara – DITIB Köln) um das Thema: „Gutes Leben und Zusammenleben – heute und morgen“. – Ort: Evangelisches Gemeindehaus an der Pauluskirche, Römerstr. 59-61, 45772 Marl-Hüls.

Am Mittwoch, 10. November, 18:30 bis 21:00 Uhr, geht es um „Schatten der Vergangenheit“ mit Elvira Noa (Bremen), Dr. Reinhard Kirste (Iserlohn) und Rafet Öztürk(Köln). – Ort: Fatih-Moschee, Bachackerweg 197, 45772 Marl-Hamm.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen: www.abrahamsfest-marl.de

- In Zusammenarbeit mit der Christlich-Islamischen Arbeitsgemeinschaft Marl, den Kirchen und Moscheen in Marl, mit der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen, dem Integrationsrat Marl und der Stadt Marl -

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Austellungen

Sonntag 3. Oktober 2010 11:00 Uhr
Menschen – Steine – Migrationen
Gegenwart und Vergangenheit jüdischen Lebens im Rheinland und in Westfalen
Ein Ausstellungsprojekt des Jüdischen Museums Westfalen

Ausstellungseröffnung

Diese Ausstellung mit regionalen Bezügen aus dem ganzen Bereich des heutigen Nordrhein-Westfalen nimmt aktuell vorhandene Zeichen und Spuren jüdischen Lebens auf und zeigt Verknüpfungen zwischen gegenwärtigen Themen jüdischen Lebens, der jüdische Regionalgeschichte und Fragen der Geschichtskultur auf. Der Blick der Ausstellung ist retrospektiv. Ausgehend von der gebliebenen Spuren jüdischen Lebens in vielen Orten – Gedenksteine und Friedhöfe – stellt sich die Frage nach dem Schicksal der jüdischen Menschen und dem Umgang mit der Geschichte.

Der Schwerpunkt der Betrachtungen liegt dabei auf den letzten 110 Jahren. Wie hat sich das jüdische Leben in diesem Zeitraum verändert? Welchen Einfluss hatten die Zuwanderungsbewegungen in den 1920er, 1950er und 1990er Jahren? Vorgestellt werden auch Kultur- und Sportvereine, zionistische Gruppen etc. Wie zeigt sich jüdisches Leben in der Öffentlichkeit und in den Medien? In einem Exkurs erhält der Besucher einen Überblick über die 1000jährige Geschichte

Die Ausstellung ist bis zum 22. Dezember 2010 zu sehen.

Diese Ausstellung wurde mit Unterstützung des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen realisiert.

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: Freier Eintritt während der Eröffnungsveranstaltun
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Kinder, Jugendliche und Familien

Ab Freitag 10. September 2010
Treffpunkt Museum
für Jugendliche von 10 bis 16 Jahre
Leitung: Gabi und Werner Springer

Wir treffen uns regelmäßig zum Austausch und zur Diskussion von interessanten Themen rund um das Museum, jüdisches Leben in Deutschland, Israel und in der Welt. Wir machen Videoabende, Workshops, feiern Geburtstage, planen Entdeckungsreisen und Vieles mehr. Jeder Jugendliche ist herzlich eingeladen mitzumachen.

Treffen:

10. September 2010
8. Oktober 2010
5. November 2010
10. Dezember 2010

jeweils 17:00 bis 19:00 Uhr

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: freier Eintritt

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Freitag & Samstag 29. + 30. Oktober 2010
Schlaglos – Schlagfertig – Cool bleiben
Ich kann etwas tun! „Mich schützen und wehren, für andere eintreten?!“
Workshop zum Thema „Gewalt und Rassismus“
mit Keith Matschulla und Deeskalations-Trainern vom Ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof, Dorsten.

Gewalt ist ein Problem. Was jedoch genau unter Gewalt verstanden wird und wie dieser Begriff eingeschätzt und bewertet werden kann, ist sehr verschieden. Streit und Konflikte sind im Leben stets gegenwärtig und gehören zum täglichen Leben. Gewalt erkennen, beim Namen nennen und thematisieren können. Keine leichte Aufgabe.
Der Workshop erschließt Handlungsmöglichkeiten zur Gewaltprävention und konstruktiven Konfliktbearbeitung. Das Training soll allen Beteiligten Spaß machen, Impulse setzen und zum Nachdenken anregen.
Freitag, 29.Oktober, 17:00 – 19:00 Uhr
Samstag, 30. Oktober, 10:00 – 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Kostenbeitrag: 10,00 €
Anmeldung bis 1. Oktober im Museum
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 12 Jugendliche (10 bis 16 Jahre)

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Freitag 10.September 2010 17:00 Uhr
Als Kind drei Jahre im Versteck vor den Nazis
Ruth Humberg im Gespräch mit Jugendlichen

Ruth Humberg war fünf Jahre alt, als ihr Vater mit seiner Familie aus Sorge vor einer Verfolgung der Juden 1933 Deutschland verließ und nach Arnheim (Niederlande) übersiedelte. Sie ging dort zur Schule und führte ein normales Leben, bis die deutschen Truppen die Niederlande besetzten.

Das 14jährige Mädchen und ihre Familie müssen nun untertauchen. Es lebt drei Jahre versteckt in einem kleinen Ort mit der täglichen Angst vor Verrat, Entdeckung und Verhaftung. Eine Geschichte wie die der Anne Frank – nur mit einem anderen Ausgang: Ruth Humberg ist befreit worden und lebt heute in Israel und in Deutschland.

Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren sind herzlich eingeladen

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Westfalen
Gebühr: freier Eintritt

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Studienreise

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