30 Nov Lebendiger Religionsunterricht

Lebendiger Religionsunterricht

Zu der Veranstaltungsreihe „Brückenschlag: Gemeinsam in Dorsten als Juden, Christen und Muslime“ hat das Gymnasium St. Ursula zusammen mit dem Jüdischen Museum einen Geocache zum Jüdischen Friedhof Dorsten entwickelt. Walter Schiffer und Thomas Remfort vom Gymnasium St. Ursula und Antje Thul vom Jüdischen Museum haben gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern eine Unterrichtsreihe gestaltet, die mal im Museum, mal auf dem Friedhof und mal in der Schule stattgefunden hat. Walter Schiffer, der gemeinsam mit  Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel 2014 das Büchlein „Der Jüdische Friedhof in Dorsten: Ein kleiner Leitfaden“ herausgegeben hat, freut sich, dass im Rahmen der 2016 mit dem Museum geschlossenen Bildungspartnerschaft dieses Projekt verwirklicht werden konnte: „Unsere Schülerinnen und Schülerinnen profitieren enorm von dem Angebot des Museums, durch das wir auch fächerübergreifend und kreativ arbeiten können.“ Gemeinsam mit an dem Projekt beteiligten Schülern probierten Eltern, Lehrer und andere Interessierte den Geocache bei strahlendem Herbstwetter aus. Durch einen Mix aus Informationen zur Geschichte des Friedhofs und kniffeligen Rätselfragen wurden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach und nach die Biografien, die sich hinter den Steinen verbergen, sichtbar und Grundlegendes zu Jüdischen Friedhöfen als Ort des Gedenkens und Erinnerns verdeutlicht. Thomas Remfort, der die Unterrichtsreihe durchgeführt hat, erläutert: „Das sogenannte Final des Caches, also die Dose mit dem Logbuch, in das man sich nach erfolgreichem Lösen des Caches eintragen kann, befindet sich, natürlich außerhalb des Friedhofs. Jüdische Friedhöfe sind und bleiben Orte des Gedenkens und Erinnerns an die Verstorbenen. Beim Besuch empfiehlt sich eine ruhige und respektvolle Haltung. Alle männlichen Besucher, auch nichtjüdische, tragen eine Kopfbedeckung.“ Dass ein respektvoller Umgang mit diesem Ort und Geocaching sich nicht ausschließen, haben die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Geocache bewiesen. Der Cache wird in den nächsten Tagen auf der Plattform geocaching.com unter dem Namen „Jüdischer Friedhof Dorsten“ veröffentlicht und kann dann von allen ausprobiert werden.