Leichte Sprache

Das Museum ist in Dorsten, in der Altstadt.
Man findet es ganz leicht. Denn der Bahnhof ist sehr nah.
Es erklärt die Geschichte der Juden in unserer Gegend.
Juden haben eine eigene Religion.
Und eine lange Geschichte. In Westfalen seit ungefähr 1.000 Jahren.

Warum gibt es das Museum?

Es gibt fast keine Juden mehr in Deutschland.
Vor 80 Jahren gab es bei uns eine Regierung, die alle Juden ermorden wollte.
Auch in den Nachbar-Ländern.
Nur wenige Juden haben das überlebt.
Damals waren die National-Sozialisten an der Macht. Manche sagen kurz: Nazis.
Die Nazis glaubten: Es gibt wertlose Menschen.
Damit meinten sie Juden. Oder Kranke. Oder andere Völker.
Deshalb erzählen wir die Geschichte der Juden.
Das Jüdische Museum haben Bürgerinnen und Bürger selbst aufgebaut.
Damit so ein Verbrechen nicht wieder passiert.
Damit heute das Zusammen-Leben besser klappt.

Was sieht man im Jüdischen Museum?

Es gibt eine Dauer-Ausstellung.
Die zeigt, was wichtig ist für jüdische Religion.
Welche Feste es gibt und wie ein Gottes-Dienst aussieht.
Ein Modell von einem Bethaus gibt es auch.
Die Juden nennen ihr Bethaus: Synagoge.
Man kann auch eine Tora-Rolle sehen.
Das ist für Juden das wichtigste Buch.
So ähnlich wie die Bibel für die Christen.
Es ist auf einer Rolle aufgeschrieben.
Und man kann etwas über das Leben von Juden lernen.
Zum Beispiel welche Berufe sie hatten.
Oder welche Rechte sie sich erkämpft haben.
Und wie sie von anderen Menschen behandelt wurden.
Das zeigen Beispiele von 14 Männern und Frauen.
Menschen von früher und von heute.

Und sonst?

Manchmal gibt es auch Sonder-Ausstellungen.
Z.B. mit Kunst oder Fotos.
Und wir machen Konzerte, Gespräche und Ausstellungs-Führungen.
Führung heißt: Jemand erzählt etwas über die Sachen, die man sieht.
Und man kann seine Fragen stellen.
Viele Geschichten kann man sich auch anhören.
Dafür gibt es Kopf-Hörer.
Man kann Zeitungen lesen und Bücher kaufen.
Oder einen Kaffee trinken.
Man muss  ein bisschen Eintritt bezahlen.
Aber es gibt eine Menge zu sehen.