Führungsthemen

Das Jüdische Museum West­falen bietet für Grund- und weiter­führende Schulen, Uni­versitäten und Unter­nehmen sowie für private Personen und Kinder­geburts­tage eine Reihe verschiedener Themen und Formate an. Unsere Themen­führungen können Sie auch außer­halb unserer Öffnungs­zeiten buchen. Der Besuchstermin sollte möglichst frühzeitig mit dem Museum abgesprochen werden – Gruppen müssen grundsätzlich angemeldet werden.

Wegen der begrenzten räumlichen Möglichkeiten sollte eine Gruppe nicht größer als 20 Personen sein. Größere Gruppen müssen geteilt werden. Nach Absprache sind Führungen und andere pädagogische Angebote auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Unsere Ausstellungsbegleiter/innen bieten Rundgänge an, die an den Interessen und dem Alter der Gesprächspartner orientiert sind. Bitte rechnen Sie dafür – je nach Diskussionsfreude und Größe der Gruppe – mit einem Zeitaufwand von ungefähr 60 bis 90 Minuten.

Derzeit können Sie zwischen folgenden Führungsthemen und Schwerpunkten wählen.
Gerne bereiten wir auch Führungen passend zu Ihren Wünschen vor – sprechen Sie uns an.

Überblicksführung

Zwischen Thora und Bücherkorb

Vielfältige Exponate demonstrieren, was jüdische Religion und Identität ausmacht:

Tora und Talmud – Synagoge und Gemeinde – Feste und Familie – Zionismus – nationalsozialistische Verfolgung und jüdische Einwanderung

Händler, Künstler, Fußballer

14 exemplarische Lebensgeschichten informieren über jüdisches Leben in Westfalen vom Mittelalter bis zur Gegenwart:

Der Banker Leo von Münster – die Händlerin Freuchen Gans – der Künstler Benno Elkan – der Rabbiner Benno Jacob – der Fußballer Erich Gottschalk – die Politikerin Jeanette Wolff u.a.

Schwerpunktführung

Leben sollst du! Masel tow!

Der Trinkspruch beim Kiddusch und der populäre Glückwunsch stehen für die vielen Festtage in Haus und Synagoge:

Geburt und Beschneidung – Barmizwa/Batmizwa – Ehechließung – Bestattung – Schabbat – Rosch Haschana und Jom Kippur – Pessach – Chanukka

Integriert und ausgegrenzt

Hier steht die wechselvolle Geschichte der Juden in Westfalen im Mittelpunkt, jeweils vermittelt an den Exponaten des Museums:

Jüdische Ansiedlung in Westfalen und ihre Vorgeschichte – Synagogen und Friedhöfe – Antisemitismus im 19. Jahrhundert – Weimarer Zeit und Nationalsozialismus – jüdisches Leben heute

Lob der tüchtigen Frau

Am Schabbat stimmt das Familienoberhaupt das Gedicht über die tüchtige Frau (Spr 31,10ff.) an und inspiriert so zum Nachdenken über die Frau im Judentum:

Traditionelle Rolle in Haus und Synagoge:
Tora und Synagoge – jüdische Frauen in Handel

Literatur und Politik:
die Biographien von Freuchen Gans, Jenny Aloni und Jeanette Wolff – Rabbinerinnen in Deutschland

Stadtrundgang „Auf jüdischen Spuren“

Bei einem Rundgang durch die Innenstadt berichten wir über jüdisches Leben in Dorsten. Welche Familiengeschichten aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind etwas genauer bekannt, welche jüdischen Geschäfte waren von Bedeutung, wer spielte in der Gemeinde eine wichtige Rolle?

Sie erfahren, wann sich die ersten Juden in Dorsten niederließen und seit wann es eine Gemeinde gab. Wir besuchen den Ort, an dem die Synagoge stand und Orte an denen Stolpersteine zum Gedenken an deportierte Dorstener Juden liegen.