27 Sep Nach der Shoah
Grenzen der Wiedergutmachung

Nach der Shoah. Jüdische Verfolgte und die Grenzen der Wiedergutmachung

Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten, 14. November 2017, 19:30 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. Constantin Goschler (Bochum)

Nach der Shoah entstand über Jahrzehnte hinweg ein komplexes System der Wiedergutmachung für jüdische Verfolgte. Aus der Sicht der Betroffenen war dies ein prinzipiell unabschließbarer Prozess, der niemals ein Äquivalent für die erlittenen menschlichen und materiellen Verluste darstellen konnte. In der deutschen Politik und Gesellschaft schwang dagegen stets die Erwartung mit, dass es früher oder später zu einem Abschluss der Wiedergutmachung kommen müsse. Der Vortrag will diese gegensätzlichen Perspektiven diskutieren und auf diese Weise die Frage nach den Grenzen der Wiedergutmachung in doppelter Weise erörtern.