01 Jul SPUREN SICHTBAR MACHEN:
FROTTAGEN VON JÜDISCHEN GRABSTEINEN

SPUREN SICHTBAR MACHEN: FROTTAGEN VON JÜDISCHEN GRABSTEINEN

Ausstellung eines Kunstprojekts im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit dem Gymnasium St. Ursula (Dorsten), 5. Klasse
Im Museum bis zu den Sommerferien zu sehen

Inhaltlich wurden die Schülerinnen und Schüler durch den Religionsunterricht und die Information von Herrn Schiffer, Lehrer am Gymnasium und Mitarbeiter im Jüdischen Museum, auf den Besuch vorbereitet. Hier wurden z. B. Themen wie die Frage nach dem Leben, dem Sterben und dem Tod sowie der Erinnerung an Verstorbene im Judentum und Christentum thematisiert. Anschließend konnte die Kunst-Exkursion zum Jüdischen Friedhof in Dorsten mit der Kunstlehrerin Frau Janotta und Herrn Schiffer stattfinden. Beispielhaft wurde anhand des Grabsteins von Robert Perlstein der Aufbau eines Grabsteins besprochen. Dann konnten die 28 Fünftklässler in Paaren experimentierend und gestaltend in der Technik der Frottage, die sie schon im Unterricht kennen gelernt hatten, „Abbilder“ der Grabsteine machen: Auf große Papierbögen, die über die Front der Grabsteine gelegt wurden, rieben die Kinder vorsichtig mit verschiedenen Materialien die Buchstaben und Zeichen der Inschriften durch. Auch Risse oder Moosbewachsungen wurden durch diese Technik in besonderer Weise sichtbar. Einige stellten diese Besonderheiten farblich heraus, andere experimentierten mit den Buchstaben und Zeichen. Im Abschluss wurden die Frottagen teilweise im Unterricht noch überarbeitet.

Text und Bild: S. Janotta