Erfolgreiches Angebot für Polizeikräfte

Antisemitismuspräventionsarbeit mit der Polizei erfolgreich

Die Zunahme antisemitisch motivierter Aussagen und Gewalttaten bestärkten das Jüdische Museum Westfalen darin ein Fortbildungsangebot für Polizeibedienstete zu schaffen, das Polizist*innen für offenen wie auch codierten Antisemitismus sensibilisiert. Dass jüdisches Leben in Deutschland stattfinden kann, ist vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen, wie etwa dem Krieg im Nahen Osten oder der COVID-19-Pandemie besonders wichtig und ein Verantwortungsbereich der Polizei. Nachdem rechtsextreme Chatgruppen innerhalb der Polizei öffentlich gemacht wurden, ist der Bedarf nach Fortbildungsangeboten weiter gestiegen. An diese Bedarfe knüpft das Jüdische Museum Westfalen mit seinem Seminarangebot für Polizeibedienstete an.

Um die Wirksamkeit unserer halbtägigen Workshops zu überprüfen, wurden mit der Unterstützung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW und der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus 2024 acht Workshops intensiv wissenschaftlich begleitet und mit sozialwissenschaftlichen Methoden evaluiert.  Die Evaluation zielte darauf ab, zu überprüfen inwieweit die Lernziele der gewählten Methoden erreicht werden konnten. Darüber hinaus interessierte uns, mit welchen Erwartungen die Teilnehmenden an das Seminar und das Museum herangehen und inwieweit sich Haltungen, Meinungen und Wissen zum Thema Antisemitismus durch die Schulung verändern.

Am 18. Juli 2025 wurde der Evaluationsbericht einer breiteren Öffentlichkeit, mehrheitlich bestehend aus Angehörigen der Polizei aus ganz NRW, vorgestellt. Die Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Funk zeigte anschaulich, dass die Workshops den Polizeibediensteten helfen, verschiedene Erscheinungsformen des Antisemitismus besser zu erkennen und sie für die Gefahr, die der Antisemitismus für Juden*Jüdinnen darstellt, zu sensibilisieren. Sie machte auch Empfehlungen, wie einzelne Methodenbausteine im Workshopangebot noch weiter verbessert werden können.

Den vollständigen Evaluationsbericht finden Sie HIER.

Bild: Die Teilnehmenden der Veranstaltung vom 18. Juli 2025