15 Aug „Wie erinnern an sexuelle
Minderheiten im Nationalsozialismus?“

„Wie erinnern an sexuelle Minderheiten im Nationalsozialismus?“

Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten, 20. Oktober 2022, 19:30 Uhr, online

Vortrag und Lesung

Lange Zeit gab es nur Schweigen. Das Ende der NS-Zeit bedeutete für sexuelle Minderheiten kein Ende von Diskriminierung und Verfolgung. Der von den Nazis 1935 verschärfte Paragraf 175 wurde erst 1994 völlig abgeschafft. Es dauerte lange, bis Historiker*innen nachfragten – viele Zeitzeug*innen waren bereits gestorben. Bis heute gibt es eine Kontroverse, an wen erinnert werden soll. Und warum gibt es bis heute keine einzige Erinnerung an sexuelle Minderheiten in der Gedenkstätte Auschwitz, dem weltweit wohl international bekanntesten aller NS-Vernichtungslager?

Dr. Lutz van Dijk (Amsterdam und Kapstadt), langjähriger Mitarbeiter des Anne Frank Hauses in Amsterdam, ist diesen Fragen gemeinsam mit polnischen und deutschen Historiker*innen nachgegangen – und wird über den aktuellen Stand berichten. Während seines Vortrags liest er auch aus dem von ihm mitherausgegebenen Band „Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten“ (2020).

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen unter rezeption@jmw-dorsten.de